Koordination von MSCA Doctoral Networks

Shownotes

In dieser Folge werfen wir einen Blick auf die Koordination von MSCA Doctoral Networks. Wir geben einen kompakten Überblick und teilen praktische Hinweise aus der Beratung, u.a. zum Aufbau und zur Zusammensetzung erfolgreicher Konsortien, zu den zentralen Aufgaben von Koordinator*innen sowie zur Rekrutierung und zum Projektmanagement in einem DN.
Die Folge richtet sich an alle, die ein DN planen oder koordinieren – und bietet hilfreiche Orientierung für die Antragstellung und Projektumsetzung.

*Weitere Infos*

DN-Webseite von KoWi: https://www.kowi.de/kowi/horizon-europe/excellent-science/marie-sklodowska-curie-actions/msca-doctoral-networks/msca-doctoral-networks.aspx

Projektmanagement-Webseite von KoWi: https://www.kowi.de/kowi/projektmanagement/projektabwicklung/msca-projekte/msca-projekte.aspx

Transkript anzeigen

00:00:06: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts COVID Talk.

00:00:10: Wir sind Katharina Spannrakke und Laura Willems, und wir beraten bei COVID zum European Research Council, ERC-und Marikiri Actions MSCA – und zusätzlich machen wir auch noch die Öffentlichkeitsarbeit!

00:00:23: Heute sprechen wir darüber was KoordinatorInnen in der Förderlinie MSCA Doctoral Networks im kurz msa.n beachten sollten.

00:00:33: Bevor wir aber loslegen, ein kleiner Überblick über die Doctoral Networks.

00:00:37: Es handelt sich um internationale Ausbildungsnetzwerke für DoktorandInnen, die eine strukturierte Promotion bieten.

00:00:44: Ein solches Netzwerk besteht aus verschiedenen von Sozialpartnern aus Europa und der Welt und bietet bis zu fünfzehn DoktorantInnen in einem bestimmten wissenschaftlichen Feld vielfältige Möglichkeiten in der Karriereentwicklung durch Internationalität, Interdisziplinarität.

00:01:02: Das lokale wissenschaftliche Training an der eigenen Einrichtung wird ergänzt durch netzwerkweites Training in Form von Workshops, Summer Schools und so weiter aber auch Entsendungen an Partner-Einrichtungen aus dem Netzwerk.

00:01:17: Durch die Einbindung von nicht akademischen Partnern zum Beispiel Unternehmen erhalten die Doktorandinnen einen breit gefächerten Einblick über verschiedene Karrierewege und können früh Kontakte zu relevanten Arbeitgebern knüpfen.

00:01:30: Ein gelungenes DN setzt sich aus einem exzellenten wissenschaftlichen Projekt sowie einen gut strukturierten Ausbildungsprogramm zusammen, das eine bestehende Lücke am Arbeitsmarkt schließt.

00:01:42: Und nach dieser kurzen Einführung widmen wir uns nun der Koordination eines solchen DNs!

00:01:49: Ja hallo auch von meiner Seite kommen jetzt unsere ersten Frage.

00:01:54: aktuell gewinnt das Thema Forschungssicherheit immer mehr an Bedeutung.

00:01:59: Gibt es dabei bestimmte Punkte, die man bei einem MSCA.DN-Projekt beachten sollte?

00:02:05: Danke Laura für die Frage!

00:02:08: Für die MSCA gelten hier keine besonderen Forschungssicherheitsmaßnahmen der Europäischen Kommission, die nicht ohnehin für Horizon Europe insgesamt anwendbar sind.

00:02:17: Aber es empfiehlt sich dass Beneficiaries vor allem in Projekten zu kritischen Technologiefeldern eigenständig Forschungssicherheitsüberlegungen berücksichtigen beispielsweise bei der Auswahl von den Doktorandinnen.

00:02:31: Laura, erzähl doch mal was gibt es beim Thema Konsortium denn eigentlich zu beachten?

00:02:36: Bei der Zusammenstellung des Konsortiums gibt es zunächst einmal zu beachten dass es verschiedene Rollen im Konsortum gibt.

00:02:44: zum einen die sogenannten Beneficiaries.

00:02:46: das können akademische und auch nicht akademischer Einrichtungen sein.

00:02:51: sie unterschreiben das Grant Agreement und haben eine Koordinationsfunktion im Netzwerk.

00:02:57: Sie müssen mindestens eine Doktorandin oder einen Doktoranden beschäftigen.

00:03:02: Wichtig zu wissen ist auch, dass sie Zuwendungen von der EU erhalten und somit für die Budgetplanung und Budgetaufteilung selbst zuständig sind.

00:03:12: Als Koordinatorin hat man zudem auch den Lead beim Verfassen des Antrags.

00:03:17: Außerdem haben Beneficiaries eine aktive Rolle im Trainingsprogramm.

00:03:22: Zum anderen gibt es die Associated Partners oder Assoziated Partner.

00:03:27: Auch Sie können akademisch oder nicht akademische sein.

00:03:30: Sie sind ebenfalls am Trainingsprogramm beteiligt, aber sie beschäftigen keine Doktorandinnen und beanspruchen keine Zuwendung.

00:03:39: Im Vorfeld und während der Antragstellung sollte die Zusammensetzung des Konsortiums festgelegt werden Aber auch während des laufenden Projekts sind Änderungen möglich.

00:03:49: Wir empfehlen bei der Auswahl der Konsortialpartner darauf zu achten, dass man sich kennt und im besten Falle bereits gemeinsam an Projekten gearbeitet hat.

00:03:59: Und somit Verlässlichkeit gewährleistet ist.

00:04:03: Was die Größe des Netzwerks betrifft so gibt es eine Mindestvoraussetzung von drei Beneficiaries aus drei verschiedene Mitgliedsstaaten oder an Horizon Europe Assoziierten Staaten.

00:04:16: Darüber hinaus können weitere Beneficiaries und assoziierte Partner hinzugefügt werden, je nachdem was für das Projekt sinnvoll ist.

00:04:25: Außerdem muss beachtet werden dass maximal vierzig Prozent der gesamten Fördersumme an Beneficies aus dem selben Land gezahlt werden kann.

00:04:35: Das waren die zentralen Grundlagen.

00:04:36: kommen wir nun zum praktischen Teil.

00:04:39: Welche Aufgaben kommen auf KoordinatorInnen während der Projektlaufzeit zu?

00:04:45: Zunächst einmal ist die Rekrutierung der Doktorandinnen und Doktoranden die erste große Aufgabe für das Projekt.

00:04:51: Die Stellen müssen weltweit ausgeschrieben werden über die Plattform Urexis, zusätzlich ist es aber auch sinnvoll über fachspezifische Plattformen und auch über Social Media auszuschreiben.

00:05:02: Und jeder rekrutierte Fellow – das ist ganz wichtig – muss die Mobilitätsregel von MSCA erfüllen.

00:05:08: Für die vielen Aufgaben, die neben der wissenschaftlichen Betreuung der Promovierenden anfällt stellt das Konsortium am besten frühzeitig einen Projektmanager oder eine Projektmanagerin beim Koordinator ein.

00:05:20: Hierzu darf ein Teil der Institutional Unit Costs verwendet werden.

00:05:24: Typische Projektmanagement-Aufgaben sind zum Beispiel das Einreichen von Delirables und Reports, das Nachverfolgen von Secondments & Mindstones die Budgetverbaltung innerhalb des Konsortiums aber auch das Organisieren vor Netzwerkveranstaltungen – die allgemeine Öffentlichkeitsarbeit und die Kommunikation mit dem Project Officer.

00:05:44: Werfen wir nun einen Blick auf die Konsozialbildung, wie überzeuge ich andere Organisationen an einem DN-Projekt mitzuwirken?

00:05:53: Ja hier gibt es einige Vorteile zum Beispiel die Internationalisierung den Wissenstransfer, den Aufbau und die Vertiefung langfristiger Netzwerke.

00:06:02: natürlich ist auch prästisch ein Faktor denn EU Projekte sind ja sehr hoch angesehen.

00:06:09: Hinzu kommt für nicht akademische Partner eine enge Verbindung zu Hochschulen, die Beteiligung an der Ausbildung hoch qualifizierter Doktorandinnen und Doktoranden.

00:06:17: Und die Nähe zur Forschung in einem für sie relevanten Feld?

00:06:22: Ja!

00:06:22: Welche Tipps haben wir jetzt noch für Sie zum Thema?

00:06:27: Es gibt hilfreiche Veranstaltungen, deren Teilnahme wir sehr empfehlen können.

00:06:31: Zum einen den Call-Info Day der Research Executive Agency REA im Juni und zum anderen den Coordinators' Day in November.

00:06:40: Außerdem verlinken wir in den Show Notes nützliche Links zum Musterkonsortialvertrag, der CovidN Seite und zu den Veranstaltung.

00:06:50: Wir hoffen, dass Ihnen diese Folge gefallen hat!

00:06:52: Hören Sie auch gerne in unsere anderen Folgen rein.

00:06:55: Wir sagen tschüss und bis bald.

00:06:57: Tschüss!

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